Gypsy Swing

Gypsy Swing oder Swing Manouche war der erste europäische Jazz-Stil, der auch den Jazz in den Vereinigten Staaten beeinflusst hat. Entstanden Anfang der 30er Jahre, geht er auf den Gitarristen Jean Baptiste "Django" Reinhardt zurück, der mit seiner Band Hot Club de France bahnbrechendes schuf. Er verschmolz kurzerhand französische Musette, mit Swing-Jazz und traditioneller Roma- und Sinti-Musik.

Gespielt von von einer Besetzung, die in der Regel nur Saiteninstrumente umfasste, entstand ein entspannter, fröhlicher, eingängiger Jazz mit französisch-europäischer Färbung. Charakteristisch für den Gypsy-Swing sind neben den zwei bis drei Gitarren, das fehlende Schlagzeug sowie die Geige, Klarinette oder Akkordeon als Klangfarben-Erweiterung.

Gypsy-Swing wird heute auf der ganzen Welt gespielt. Das Repertoire und das besondere Zusammenspiel des Hot Club de France, in dem neben Django Reinhardt auch der bekannte Geiger Stéphane Grappelli spielte, sind bis heute der Ausgangspunkt für Musiker, die sich diesem Stil verschrieben haben.